Glasarten

Fenster mit 1-Scheiben Verglasung gehören der Vergangenheit an – zu unsicher und energie-verschwendend ist diese Art der Verglasung. Moderner Fensterbau basiert auf Mehrfachverglasung. Die einzelnen Isolierglas-Scheiben werden über einen Abstandhalter verklebt. Die Zwischenräume werden mit Edelgas gefüllt, das wärmeundurchlässiger ist als Luft. Häufig werden die Glasoberflächen noch mit einer dünnen Silberschicht besprüht, wodurch die Wärmestrahlung reflektiert und mehr Wärme im Wohnraum gehalten wird. War bis vor kurzem die Zweifachverglasung der Standard beim Fensterbau, setzt die Branche zunehmend auf Dreifachverglasung. Im Vergleich zur Doppelverglasung hat diese Bauweise einen bis zu 30 % geringeren Wärmeverlust und bietet verbesserten Schallschutz.

Die neueste Entwicklung auf dem Fenstermarkt ist die Vierfachverglasung. Die Einzelscheiben sind dünner und leichter als bei der Dreifachverglasung und erreichen somit vergleichbare Dämmwerte bei niedrigerem Gewicht.

Unabhängig von der Anzahl der Scheiben können Fenstergläser weitere Eigenschaften aufweisen:

Sicherheitsglas: Aufgrund der Bruchfestigkeit bietet Sicherheitsglas einen erhöhten Schutz gegen Einbruch und Vandalismus. Bei einem eventuellen Zerspringen der Scheibe entstehen zudem keine scharfen Kanten, sodass nur ein kleines Verletzungsrisiko besteht

Sonnenschutzglas: Die Scheiben sind mit einer stark reflektierenden Schicht versehen, um ein übermäßiges Erwärmen der Innenräume an heißen Tagen zu verhindern.

Schallschutzfenster: Durch erhöhte Glasdicken lassen Schallschutzfenster bis zu 50 dB weniger Lärm in den Raum.

Wärmeschutzglas

Moderne Fenster mit Wärmeschutzglas nutzen effizient die Wärme der Sonne und reduzieren so Heizkosten um ein Vielfaches. Hier erfahren Sie alles über den Aufbau und die Funktion.

Fenster mit Wärmeschutzglas haben seit der Einführung der Verordnung über einen energiesparenden Wärmeschutz bei Gebäuden (Wärmeschutzverordnung) die normalen Fenster fast abgelöst. Spätestens mit der 2. Novellierung zum 1.Januar 1995 als die 3. Wärmeschutzverordnung in Kraft trat, war der Einsatz normaler Fenster kaum mehr rentabel. Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) wurden nochmals die bautechnischen Standardanforderungen zum effizienten Betriebsenergieverbrauch von Gebäuden oder Bauprojekten verschärft (letzte Änderung vom 1. Oktober 2009). Der aktuelle Standard bei Wärmeschutzglas ist das niedrigemittierend beschichtete Zwei-Scheiben-Isolierglas mit Argon-Füllung und U = 1,1 W/m²K.

Wärmeschutzglas – Aufbau und Funktion

Aufgrund des Aufbaus von Wärmeschutzgläsern sind Aluminiumrahmen nicht so gut geeignet für einen Einsatz als Wärmeschutzfenster. Dagegen sind Holz- und PVC-Fenster sehr gut geeignet. Wärmeschutzgläser bestehen aus Zwei- bis Dreischeiben Isolierglas (Flachglas aus Silikatglas) mit Wärmefunktionsschicht. Zwischen den Gläsern im Scheibenzwischenraum (SZR) befindet sich jeweils eine Edelgasfüllung (Argon, Krypton, Xenon). Der Randverbund besteht aus den Materialien Holz, Edelstahl, Aluminium oder Kunststoff. Als letzter Bestandteil eines Wärmeschutzglases sollen die Dichtstoffe genannt werden: Silikon, Polyurethan, Butyl, Polysulfid. Der Aufbau von Wärmegläsern erfüllt nur einen Zweck: Die Sonnenwärme wird in das Haus geleitet und der Austritt von Heizwärme sollte möglichst auf Null reduziert werden.

Wärmeschutzglas – U-Wert und g-Wert

Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) wird durch die europäische Vereinheitlichung zum k-Wert. Der k-Wert gibt an, wie hoch der Wärmeverlust von innen nach außen ist. Entscheidend ist, dass die Messung pro m² Material und pro Stunde bei 1°C Temperaturunterschied erfolgt. Wärmeleitfähige Materialien haben einen höheren k-Wert als zum Beispiel Dämmstoffe. Daraus folgt je niedriger der k- oder U-Wert eines Fensters ist, desto besser sind die Dämmeigenschaften und desto mehr Heizkosten können eingespart werden. Die zweite wichtige Kennzahl für ein Wärmeschutzglas ist der Energiedurchlass-Wert (g-Wert). Er misst wie viel Sonnenenergie ein Fenster von außen nach innen durchlässt. Je höher der g-Wert desto größer ist der Wärmegewinn. Das ideale Wärmeschutzglas hat einen g-Wert von 1,00. Heutzutage werden g-Werte von 0,7 bis zu 0,9 erreicht.

Welches Rahmenmaterial soll ich wählen ?

Die vier gängigen Materialien für Fensterrahmen sind Holz, Aluminium, Kunststoff und Holz-Aluminium. Die entscheidenden Faktoren bei der Rahmenwahl sind Materialqualität und Preis. Außerdem müssen Sie auf die Wärmedämmung und den Schallschutz achten. Auch optisch sollte sich das gewählte Rahmenmaterial harmonisch in die Fensterwand integrieren.

In der Vergangenheit galten Kunststofffenster als leicht verformbar und witterungsunbeständig. Der moderne Fensterbau hat diese Probleme beseitigt. Heute haben Kunststofffenster eine Lebensdauer von mindestens 35 Jahren. Beliebt sind Fenster aus Kunststoff vor allem wegen ihres ausgewogenen Preis-Leistungs-Verhältnisses. Im Vergleich zu Holz- oder Aluminiumfenstern sind die Anschaffungskosten bis zu 50 % geringer.

Dank ihrer natürlichen Optik sorgen Holzfenster für ein angenehmes Wohngefühl. Sie werden vorwiegend aus Kiefer, Fichte oder Lärche hergestellt und sind teurer als Kunststofffenster. Bei regelmäßigen Schutzlackierungen haben Holzfenster eine Lebensdauer von rund 50 Jahren.

Aluminiumfenster haben mit bis zu 60 Jahren die längste Lebensdauer aller Rahmentypen. Nicht nur deshalb zählen sie zu den teuersten Fensterarten. Alurahmen sind zudem witterungsbeständiger und pflegeleichter als Modelle aus Holz oder Kunststoff. Daher werden sie häufig in öffentlichen Gebäuden und Bürokomplexen eingesetzt.

Holz-Aluminium-Fenster verbinden die optischen Stärken des Holzfensters mit der Robustheit der Aluminiumrahmen. Das Aluminium an der Außenseite umhüllt und schützt das Holz im Wohnungsinnern. Spielraum zwischen den Werkstoffen lässt dem Holz genügend Platz, um sich bei höheren Temperaturen auszudehnen. Holz-Aluminium-Fenster sind die kostenintensivste Rahmenvariante.

Energieeffizientes Sanieren - Neue Fenster lohnen sich !

Wenn Sie genug haben von hohen Heizkosten, sollten Sie über einen Austausch Ihrer Fenster nachdenken. Laut dem Bundesamt für Umwelt in Bayern können Sie mit neuen Fenster pro Heizperiode bis zu 1.000 € sparen. Käuferportal zeigt Ihnen, wie viel Sie mit energieeffizienten Fenstern sparen könnten und wann die Kosten sich amortisieren.

Wann sollten Sie die Fenster austauschen?

… bei schlechtem Zustand der Fenster

Prüfen Sie anhand unserer Checkliste, ob Ihre Fenster veraltet sind, so dass sie ausgetauscht werden müssten. Beantworten Sie mehr als zwei Punkte mit Ja, könnten Sie mit neuen Fenstern vermutlich erheblich Heizkosten sparen.

  • Fenster wurden vor 1995 gebaut
  • Fenster haben eine Einfachverglasung
  • Fensterglas ist undicht (es beschlägt)
  • Fehlende Dichtung zwischen Fenster und Rahmen
  • Dichtung zwischen Rahmen und Wand ist defekt/ fehlt
  • Rahmen ist verfault
  • Rahmen ist verzogen
  • Rahmen ist gerissen
  • Putzschäden an der Laibung (Wandfläche zwischen dem eingebauten Fensterrahmen und der Außenseite der Außen- oder Innenwand)
  • Fenster schließt nicht genau ab (eingeschränkte Funktionsfähigkeit der Beschläge)
  • Fenster hängt schief (verminderte Tragfähigkeit der Beschläge)

Tipp: Mit diesen zwei Schnell-Tests können Sie sofort und einfach feststellen, ob Ihre Fenster noch voll funktionsfähig sind:

  • Halten Sie ein Blatt Papier bei geöffnetem Fenster zwischen Rahmen und Fenster. Jetzt schließen Sie die Tür, so dass das Blatt eingeklemmt ist. Wenn sie jetzt das Papier herausziehen können, schließt Ihr Fenster nicht mehr richtig.
  • Die Luftdichtigkeit der Fenster können Sie mit einer Kerze überprüfen. Dazu halten Sie eine brennende Kerze bei Wind an verschiedenen Stellen an den Fensterrahmen. Ist das Fenster undicht, bewegt sich die Flame durch den Luftzug.

… wenn Sie Ihr Haus vermieten oder verkaufen wollen

Sobald Sie Wohneigentum vermieten, verpachten oder verkaufen wollen, brauchen Sie einen Energieausweis. Seit 2008 muss laut Energiesparverordnung dem Neueigentümer oder Mieter so ein Ausweis vorgelegt werden, sonst drohen Bußgelder.

Ein Energieausweis verzeichnet den Energiebedarf beziehungsweise -verbrauch des Gebäudes. Je schlechter die Energiebilanz Ihres Hauses ist, desto schlechter das Ergebnis des Ausweises. Ein negativer Energieausweis kann dazu führen, dass der Wiederverkaufswert Ihres Hauses geringer ausfällt. Neue Fenster sorgen für eine gute Energieeffizienz und somit für einen guten Energieausweis.

… wenn Sie ohnehin renovieren

Wenn Sie ohnehin die Fassade erneuern, sollten Sie gleichzeitig an einen Austausch der Fenster denken. Sollten Sie sich später doch einmal für eine Fenstersanierung entscheiden, muss die gesamte Dämmung wieder geöffnet und neu verschlossen werden. Die Gesamtbaukosten werden geringer sein, wenn Sie beide Maßnahmen gleichzeitig durchführen. Zusätzlich können Sie für diese Maßnahmen Fördermittel der KfW-Bank beantragen.

Wann gilt ein Fenster als energieeffizient?

Ein energieeffizientes Fenster erkennen Sie am sogenannten U- und g-Wert. Welchen Wert Ihr Fenster hat, erfahren Sie vom Fachhändler.

  • Der U-Wert gibt an, wie gut die Wärmedämmung eines Fensters ist.
    Es gilt: Je kleiner der Wert, desto weniger Wärme gibt Ihr Fenster nach außen ab.
    Der U-Wert sollte maximal bei 0,9 W/m²K liegen.
  • Der g-Wert gibt an, wie viel Sonnenwärme Ihr Fenster in das Rauminnere lässt.
    Es gilt: Je höher der Wert, desto mehr Wärme dringt in Ihr Haus ein.
    Der g-Wert sollte maximal bei 0,55 liegen.

Beide Werte hängen von der Anzahl der Verglasungsschichten des Fensters ab. Je mehr Glasschichten ein Fenster hat, desto energieeffizienter ist der Wärmeschutz:

staatliche Förderung

Die Anschaffung neuer Fenster mit guter Wärmeisolierung ist häufig mit hohen Kosten verbunden. Diese müssen Hauseigentümer aber nicht alleine tragen. Der Bund und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bezuschussen den Einbau energiesparender Fenster. Bauherren stehen unterschiedliche Förderprogramme zur Verfügung.

Programm 151/152: Energieeffizient Sanieren – Kredit

Unter der Programmnummer 151/152 fördert die KfW sämtliche Einzelmaßnahmen im Rahmen einer energetischen Sanierung. Bei einem Fensteraustausch können Bauherren innerhalb des Programms zinsgünstige Darlehen bei der KfW beantragen. Mit einem effektiven Jahreszins von 1 %, einer maximalen Förderhöhe von 75.000 Euro pro Wohneinheit (KfW-Effizienzhaus) oder 50.000 Euro bei Einzelmaßnahmen (z.B. Fensteraustausch) werden Hauseigentümer finanziell unterstützt.

Programm 151/152 – Merkblatt der KfW herunterladen

Programm 430: Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss

Das Programm 430 bezuschusst alle Maßnahmen, die zur Energieeinsparung und Reduzierung von CO2-Ausstoß bei Bestandsgebäuden führen. Antragsberechtigt sind Wohneigentümer, Ersterwerber und Wohnungseigentümergemeinschaften. Der Investitionszuschuss für Effizienzhäuser beträgt maximal 18.750 Euro pro Wohneinheit und ist mit anderen Fördermitteln kombinierbar. Einzelmaßnahmen an Bestandsgebäuden werden mit 10 % bzw. maximal 5.000 Euro der förderfähigen Investitionskosten bezuschusst.

Programm 430 – Merkblatt der KfW herunterladen

Programm 431: Energieeffizient Sanieren – Baubegleitung

Mit diesem Programm stellt die KfW Fördermittel für die energetische Fachplanung und Baubegleitung im Rahmen energetischer Sanierungsvorhaben zur Verfügung. Voraussetzung ist eine Förderung durch das Programm 151 oder 430, andernfalls wird der Zuschuss nicht gewährt. Bis zu 50 % der Kosten werden durch die Bundesbank übernommen.

Programm 431 – Merkblatt der KfW herunterladen

Die Energiesparberatung der BAFA

Die BAFA (Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) fördert Energieberatungen im Zuge umfassender Sanierungsarbeiten in Wohngebäuden vor Ort. Dabei können sich Bauherren, die ihre Fenster austauschen wollen, die Beratungskosten bis zur Hälfte bezuschussen lassen. Externe Sachverständige beraten umfassend zu möglichen Förderungen in Bezug auf energetische Sanierungsmaßnahmen am Wohneigentum. Um die Förderung geltend zu machen, darf die Beratung nicht vor der Antragsstellung durchgeführt werden.
Der Beratungszuschuss wird als fester Betrag an den Antragssteller ausgezahlt. Für Ein- und Zweifamilienhäuser beträgt der Zuschuss 400 Euro, bei Wohnhäusern mit mindestens drei Mietparteien liegt er bei 500 Euro. Die maximale Bezuschussung umfasst in beiden Fällen 50 % der gesamten Beratungskosten. Bonuszahlungen in Höhe von 50 Euro werden für zusätzliche Stromsparberatungen gezahlt.

Richtlinie über die Förderung der Energieberatung in Wohngebäuden vor Ort

Der Fensteraustausch ist steuerlich absetzbar

Arbeitskosten von Handwerksleistungen in Wohnräumen sind steuerlich absetzbar. Der Bonus kann für alle Erhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen, wie zum Beispiel den Austausch von Türen und Fenstern, geltend gemacht werden. Neubaumaßnahmen sind steuerlich nicht absetzbar. Pro Jahr sind bis zu 20 % von 6.000 Euro steuerlich absetzbar. Begünstigt werden Arbeitskosten, Fahrt- und Maschinenkosten. Anfallende Materialkosten unterliegen nicht der steuerlichen Absetzbarkeit und müssen vom Bauherren getragen werden.

Montage

Wer etwas handwerklich geschickt ist kann mit dieser Fenstermontage-Anleitung Fenster selber einbauen.

Der Einbau von Fenstern ist eigentlich eine einfache Sache, was man dazu benötigt ist Werkzeug, eventuell eine kleine Leiter und Kraft. Je nach Fenstergröße sollte man einen oder mehrere Helfer dabei haben. Es wird angenommen dass Sie bereits das alte Fenster demontiert haben (Altbau), wenn nicht, können Sie hier nachlesen wie man Fenster demontieren kann. Legen wir also los!

Benötigtes Werkzeug:

  • Akkuschrauber
  • Schlagbohrmaschine
  • Wasserwaage
  • Tapetenmesser

Benötigte Materialien:

  • Montageschrauben
  • Pistolenschaum / Montageschaum (PU Schaum)
  • Silikon
  • Montagekeile
  • Optional: Kompriband für die RAL Fenstermontage.
  • Styroporplatten

Bevor das Fenster eingebaut wird, sollten Sie erst mal prüfen ob das Fenster in das Loch passt. Kann ja sein dass es vom Werk falsch geliefert wurde, oder Sie bei mehreren Fenstern das Falsche Fenster haben. Haben Sie das richtige Fenster und stimmen auch die Maßen? Gut, dann fangen wir an.

Flügel aus dem Rahmen aushängen

Als erstes muss der Flügel aus dem Rahmen entnommen werden, denn wir werden als erstes den Rahmen verbauen und dann den/die Flügel wieder in den Rahmen hängen. Um den Flügel aus dem Rahmen zu hängen, gibt es bei den meisten Fenstern bei den Scharnieren einen speziellen Stift der eingerastet ist, dieser muss man von oben mit einem Schraubenzieher nach unten gedrückt werden, nur so viel bis der Stift unter der Scharniere etwa ein Millimeter raus kommt, nun kann man den Stift von unten mit einem Schraubenzieher ziehen. Nun muss man mit dem Griff das Fenster aufmachen und raus nehmen. Der Flügel wird nur noch von der Kopplung oben gehalten, diese Kopplung kann man leicht nach oben aus der Pilzkopfverriegelung drücken und den Flügel raus nehmen. Den Flügel lehnt man nun an die Wand (so dass es nicht im Weg steht), dabei sollten Sie den Flügel auf den Styroporplatten ablegen.

Fensterrahmen einsetzen

Bevor Sie den Rahmen in das Loch einsetzen, sollten Sie noch die Stelle sauber machen damit keine Steine oder Zementreste im Weg stehen. Eventuell sollten Sie den Hammer und Meissel verwenden um eine gute Aufliegefläche für das Fenster zu schaffen.

Wer das Fenster nach RAL montieren will, kann den Rahmen mit einem speziellen Kompriband bekleben. Das Band schafft zusätzliche Dichtheit um das ganze Fenster herum.

Der Rahmen wird nun in das Loch positioniert, je nach Fenstergröße sollte ein Helfer den Rahmen helfen zu positionieren und während des Einbaus zu halten. Verschieben Sie den Rahmen so damit links und rechts der Abstand gleich ist.

Legen Sie die Wasserwaage auf den Rahmen und schauen Sie ob das Fenster horizontal und vertikal im Wasser ist. Schieben Sie so viele Keile wie nötig damit der Rahmen gerade ist.

Übrigens, es gibt für die Fenstermontage auch spezielle Luftkissen, damit kann man noch viel leichter das Fenster positionieren.

Rahmen befestigen

Der Rahmen muss befestigt werden, dazu müssen Sie als erstes seitlich Löcher für die Schrauben vorbohren. Dies machen Sie mit dem Akkuschrauber oder Bohrer. Je nach Fensterhöhe sollten pro Seite 2 bis 8 Schrauben verbaut werden. Wenn Sie bei uns Dübellochbohrungen bestellen, wird bereits festgelegt, wie viele Schrauben zu bauen sind. Bei einem 1000mm hohen Fenster reichen 2 Schrauben pro Seite. Eine Schraube etwa 20cm von unten und die andere 20cm von oben entfernt. Prüfen Sie immer wieder ob der Rahmen noch im Wasser ist.

Nun kommt die Schlagbohrmaschine zum Einsatz, diese Maschine ist nicht immer notwendig, bei manchen Wänden gehen die Schrauben leicht rein, man muss nicht viel vorbohren aber bei harten Wänden sollten Sie mit einer Schlagbohrmaschine die Löcher für die Schrauben in den Wänden vorbohren. Sie stecken den Bohrer einfach durch die zuvor mit Akkuschrauber gebohrten Löcher und bohren so lange bis ungefähr die Länge der Schraube erreicht ist.

Nun können Sie mit dem Akkuschrauber die Schraube reindrehen. Manche Fenstermonteure bohren bei der Fenstermontage nur das Loch im Fenster und stecken die Schraube in den Rahmen ein um sie dann mit einem Schlagbohrmaschine in die Wand reinzudrehen.

Auch an dieser Stelle, prüfen Sie ob das Fenster im Wasser ist, wenn alles OK ist, bohren Sie eine weitere Schraube auf der rechten Seite rein. Sitzt der Rahmen nicht mehr gerade, kann dieser durch leichte Schläge wieder in Wasser gebracht werden.

Je nach Fenstergröße, können Sie noch eine Schraube unten und oben rein machen, prüfen Sie aber ob sich eventuell oben kein Rollladenkasten befindet.

Flügel einsetzen

Sitzt der Rahmen fest? Dann wird es Zeit um den Fensterflügel einzusetzen. Der Rahmen wird als erstes unten am Rahmen in der Ecke eingehängt. Schauen Sie also vorher damit der Scharnierstift so ausgerichtet ist damit Sie den Flügel rein machen können. Der Flügel ist schwer und sollte daher von zwei Personen gehoben werden. Stecken Sie den Flügel nun unten in den Scharnierstift rein, das Fenster ist leicht geöffnet , schieben Sie nun den Flügel so rein damit Sie oben den anderen Scharnierstift wieder von unten reinschieben können, bis er einrastet. Der Helfer kann nun das Fenster loslassen und Sie können auf die Leiter steigen und oben die Kopplung einsetzen.

Schauen Sie nun ob sich das Fenster leicht und ohne Knacksen öffnen und schließen lässt. Wenn nicht, muss das Fenster eingestellt werden.

Fenster abdichten

Das nun montierte Fenster sollte abgedichtet werden, damit kein Regen und Kälte ins Haus kommt oder wertvolle Energie raus geht. Für das Abdichten verwenden Sie einen Pistolenschaum. Drücken Sie den Schaum gleichmäßig an den Seiten sowie unten und oben. Drücken Sie so viel rein damit der Schaum das Fenster komplett dich macht. Machen Sie das Fenster auch von außen dicht. Nach kurzer Zeit wird sich der Schaum ausbreiten und aushärten. Zu viel Schaum kann mit einem Tapetenmesser entfernt werden.

Abschlussarbeiten nach der Fenstermontage

Zum Schluss werden noch einige Abschlussarbeiten durchgeführt. So werden als erstes die Transportaufkleber entfernt. Falls noch nicht geschehen, schrauben Sie den Griff rein. Falls vorhanden, stecken Sie Abwasserkappen in die vorhergesehenen Schlitze rein. Wer will, kann jetzt noch mit dem Silikon das Gesamtbild abrunden.

Wie man sieht, ist die Fenstermontage für einen Leihen möglich. Doch man sollte sich am Anfang nicht zu viel zumuten. Man sollte mit einem kleinen Fenster anfangen und damit dann üben. Notfalls kann man das Fenster wieder abmontieren und die Schrauben raus drehen. Wenn Sie es sich doch nicht trauen, sollten Sie die Fenster von einem Fenstermonteur einbauen lassen.

Je nach Größe und Aufwand dauert der Einbau eines neuen Fensters inklusive des Ausbaus der alten Fenster bis zu mehreren Arbeitstagen. Viele Firmen garantieren den kompletten Einbau neuer Fenster für eine Wohnung innerhalb von zwei, für ein Einfamilienhaus innerhalb von vier Tagen. Der Einbau an sich kann auch in Eigenregie durchgeführt werden. Bei der Selbstmontage kann allerdings der Garantieverlust seitens des Herstellers eintreten. Deshalb empfiehlt sich in den meisten Fällen die Ausführung durch erfahrene Fenstermonteure. Die Rohbaumontage eines Fensters durch einen Fachmann kostet etwa 75 Euro, die Demontage und Montage bei einem Fenstertausch ca. 125 Euro pro Fenster.

Fenstermontage: Was gibt es zu beachten?

Damit alle Bauherren sicher sein können, dass die neuen Fenster fachgerecht und sicher eingebaut werden, zeigt die Übersicht alle zu beachtenden Punkte:

  • Die fachgerechte Fenstermontage muss nach gesetzlichen Anforderungen durchgeführt werden. Eine Montage nach anerkannten Richtlinien wird durch die RAL Gütegemeinschaft ausgezeichnet.
  • Neue Fenster müssen termingerecht geliefert werden.
  • Für die Montage durch Fachkräfte sollte ein genauer Zeitplan vertraglich festgelegt werden, sodass zusätzliche Kosten durch den Anbieter übernommen werden müssen.
  • Die Garantiezeit der Fenster sollte schon beim Einbau einsetzen.
  • Gut zu wissen: Ein Gerüst ist in der Regel für den Einbau von Fenstern nicht erforderlich. Die Arbeit wird von innen ausgeführt.
Aufmass

Wer neue Fenster selber kaufen will, muss die Fenster messen. Für die Messung eines Fensters benötigt man lediglich nur ein Meterstab oder Maßstab.

Man sollte mehrere Messungen vornehmen, denn das Fensterloch ist nicht immer perfekt und es kann sein dass das Fenster oben schmaler ist als unten.

Die Fenster werden in Millimeter ausgemessen in Horizontal/Vertikal Richtung (X/Y), wenn das Fenster 1.4m breit ist und 1,8m hoch dann schreiben Sie: 1400×1800.

Prinzipiell unterscheiden wir in Altbau und Neubau

Die Messung des Fensters beginnen wir außen und notieren uns das kleinste Maß in der Breite und Höhe. Mit einer zweiten Messung innen entscheiden wir, ob ein Anschlag vorhanden ist – Mass innen ist größer als außen – kein Anschlag vorhanden ist – Mass innen und außen sind identisch – oder ein Außenanschlag vorliegt – Mass innen ist kleiner als außen

Anschlag: Zur Ermittlung der Fertigbreite addieren Sie 100 mm zum Aussenmass und prüfen Sie, ob dieser Wert min. 40 mm geringer ist als das Innenmaß. Wen nicht, ziehen Sie vom Innenmaß 40 mm ab. Sollte die Innenbreite wesentlich größer sein als die Fertigbreite des Fensters, empfehlen wir lins + rechts eine Verbreiterung zu montieren. Um die Höhe zu ermitteln prüfen Sie bitte, ob zwischen Innen- und Außenfensterbank ein Höhenunterschied besteht. Wenn JA dann messen Sie bitte von der höheren Fensterbank wieder Höhe innen und außen addieren zu dem kleineren Wert 50 mm und prüfen ob der so gewonnen Wert 20 kleiner als der größere gemessene Wert. Die Höhenunterschiede an der Fensterbank können mit Zusatzprofilen ausgeglichen werden.

Ohne Anschlag: Ziehen von dem ermittelten Mass 40 mm in der Breite und 20 mm in der Höhe ab. Bei unterschiedlichen Fensterbankhöhen gehen Sie wie oben beschrieben vor.

Außenanschlag: Nehmen Sie das kleinere Innenmaß als Fertigbreite. Außen müssen dem entsprechende Verbreiterungen verwendet werden. Bei unterschiedlichen Fensterbankhöhen gehen Sie wie oben vor, ziehen aber von der kleinsten Höhe nichts ab.

Ausbau der alten Fenster

Fensterdemontage

Bevor das Fenster ausgebaut wird, sollten Sie erst mal prüfen ob das Fenster in das Loch passt. Kann ja sein dass es vom Werk falsch geliefert wurde, oder Sie bei mehreren Fenstern das Falsche Fenster haben. Haben Sie das richtige Fenster und stimmen auch die Maßen?

Wenn man neue Fenster einbauen will, sollten die alten Fenster demontiert werden. Wie man die Fenster demontieren kann, erfahren Sie in dieser Anleitung.

Benötigtes Werkzeug

  • Säbel Säge
  • Hammer
  • Brecheisen

Fensterflügel aushängen

Als erstes wird der Flügel ausgehängt. Machen Sie hierzu das Fenster auf und entfernen Sie als erstes oben Halterungen oder Kopplungen. Schauen Sie ob das Fenster an festen Scharnieren hängt. Bei den meisten alten Holzfenstern ist es so dass man den Flügel durch das Heben von unten aushängen kann. Halten Sie das Fenster also von unten und ziehen Sie es nach oben. Wenn es schwer geht, versuchen Sie dabei den Flügel hin und her zu bewegen.

Je nach Größe sollten Sie den Flügel mit einem Helfer aushängen und dann an eine Wand lehnen. Tipp: Bevor Sie das alte Fenster wegwerfen, können Sie etwa alte Griffe deinstallieren und für spätere Projekte verwenden.

Fensterrahmen demontieren

Nun müssen Sie den Rahmen demontieren. Sie müssen mit der Säge ein paar Einschnitte in dem Rahmen durchführen damit sich die Rahmenstücke lösen können. Verwenden Sie das Brecheisen um die Rahmenstücke nach und nach zu lösen. Achten Sie darauf nicht zu viel Kraft zu nutzen da sonst die Wand oder sogar die Marmorfensterbank brechen könnten.

Bitte beachten Sie dass, besonders an den Seiten, der Rahmen oft durch Stahlhalterungen oder Schrauben festgehalten wird. Versuchen Sie als erstes ob sich der Rahmen mit dem Brecheisen lösen lässt, wenn nicht, müssen Sie die Halterungen mit der Säge entfernen.

Das Fenster ist nun demontiert. Machen Sie die Mulde sauber um Platz für das neue Fenster zu schaffen.

Pflege

Säubern des Rahmens

Es ist ein kleiner Fleck Schmutz auf Ihrem Rahmen? Kein Problem. Sie können ihn mit milder, nicht-ätzender Seife und Wasche rasch entfernen. Sie sollten niemals Säurehaltige Putzmittel für Ihre Fenster benutzen, da Sie sonst dauerhaften Schaden am Lack oder der Lasur des Rahmens anrichten könnten. Im Zweifelsfall können Sie ein neues Reinigungsmittel zuerst an einer schlecht sichtbaren und unauffälligen Stelle ausprobieren. Nachdem Sie fertig sind, müssen Sie die stelle nur noch kurz trocken abwischen.

Pflege des Glases

Klebrige Finger, feuchte Nasen, Wasserspiele… all dies kann den Blick durch Ihre Fenster ruinieren. Und erst der Schmutz und Moder, der zum Beispiel nach einem Sturm an der Fensterscheibe kleben kann. Wie sieht die optimale Fenster Pflege aus, damit Ihre Fenster lange Zeit bestens funktionieren und aussehen? Es gibt einige einfache und kurze Schritte, die zur perfekten Fenster-Pflege dazu gehören. Zuerst sollten Sie allen groben Schmutz mit einem weichen Tuch vom Glas entfernen. Dann bringen Sie das Putzmittel, zum Beispiel weiches Seifenwasser, Wasser mit weißem Essig oder einfach ein fertiges flüssiges Fenster-Putzmittel auf dem Glas auf. Meist wird dies mittels einer Aufschäum-Sprühflasche gemacht, die das Putzmittel in einen relativ gut am Fenster haftenden Schaum verwandelt. So muss die Fensterpflege nicht hektisch geschehen, weil das Putzmittel nicht sofort runter läuft.  Wischen Sie dann das Fenster mit einem frischen weichen Tuch in kreisförmigen Bewegungen, beginnend mit dem oberen Ende des Fensters. Entfernen Sie dann das Putzmittel unverzüglich mittels eines Abziehers oder eines sauberen und von Fussel freien Tuchs. Mikrofasertücher haben sich bei der Fenster Pflege bewährt. Um getrocknete Glasreiniger-Überreste zu unterbinden, sollten Sie die Fenster-Pflege nicht unter direkter Sonneneinstrahlung durch führen. Das Wasser in der Reinigungs-Flüssigkeit verdampft und die Chemikalien bleiben auf dem Glas zurück. Am besten Sie gehen eine Fenster Pflege immer nur an wolkigen, aber trockenen, Tagen

Tips für Ihre Fensterbestellung

Für die Bestellung benötigen wir folgende Angaben:

  • Profilsystem
  • Farbe der Fenster
  • Auswahl des Glases
  • Anzahl
  • Breite x Höhe
  • Art der Ausführung / Anzahl der Flügel
  • Richtung des Anschlages / dort wo die Fensterbänder sind / nicht wo der Griff ist
  • bei mehrflügligen Elementen (Breite über 1500 mm) die Teilung
  • Zusatzprofile
  • Zubehör
  • Montagematerial

bei Rollladen:

  • Farbe des Kasten
  • Ausführung des Kasten / mit oder ohne Putzträger
  • Material und Farbe der Stäbe
  • Länge der Führungsschienen
  • Antriebsart und -seite

Tips

Bitte geben Sie uns immer die Fertigmasse an. Lichte oder andere Masse können wir nicht verarbeiten. Auch ein Aufsatzrollladen ist in der Höhe zu berücksichtigen. Wenn Sie hier die Fensterhöhe angeben muss die Kastenhöhe abgezogen werden.

Alle Massangaben sind ohne Anschlussprofile anzugeben, das heißt das reine Blendrahmenaussenmass.

Alle Angaben hinsichtlich der Anschläge beziehen sich auf eine Ansicht von innen gesehen.

Bitte geben Sie uns an, wenn sich um eine Fenstertür handelt, sonst sitzt der Griff zu tief.